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2 Stunden geschrieben, 2 Stunden Geschriebenes gelöscht. Selbsthass zur Spitze getrieben. Wieso tut es so gottverdammt weh in mich zu blicken? Ich bin absolut wertlos und die Antwort meiner Fragen die ich in mich rein bruelle, nur ein schwaches verzerrtes Echo meiner Fragen.Ich kann nicht mehr länger. Bitte hol mich heim.
28.12.16 20:42


Depressionen

Und sollte ich mich dann im Bett wiederfinden, und hätte Zeit dem Monolog meiner entfremdeten Natur zu lauschen, so würde mein Lächeln krepieren; auf dem Zenit der Bedeutungslosigkeit. Die Freiheit der ersten Welt letztendlich doch nur eine Illusion, ein Pyrrhussieg gegen uns selbst. Es ist Hoffnungslos.
27.10.16 23:35


Arztbesuch

Heute Morgen gegen 5 Uhr überkam mich der Unmut arbeiten zu gehen. Ich habe es satt, meine Seele an der Maschine für einen Mindestlohn zu verlieren. Ich habe es alleridngs auch nie nicht satt gehabt, in sofern hat die ganze Angelegenheit garkein Gewicht. Für mich dann anscheinend letztendlich immerhin nicht genug, sich nach was besserem umzusehen. Ich bin dann also zum Arzt gegangen um mir einen Urlaubsschein für 2,3 Tage zu holen. Da ich allgemein einen leicht kranken Eindruck mache ist das noch nie ein Problem gewesen. Ich erzähle dann meistens was von Magen-Darm und Übelkeit, frag nach Tabletten gegen Übelkeit und behaupte es läge vermutlich am Stress. Auch heute tat ich genau das, doch die Ärztin fing plötzlich an mir unerwartete Fragen zu stellen. Das Gespräch verlor jegliche Realität, und erinnerte mich an abstrakte Selbstgespräche, Dialoge die ich mit mir selbst im Kopf führe, um kommende zwischenmenschliche Situationen planen zu können.

"Ist es die Arbeit oder persönlicher Stress?" fragte Sie, für mich völlig unerwartet. Meistens improvisiere ich nicht gerne, doch ich dachte mir ich antworte einfach mal wahrheitsgemäß und guck wohin das führt. "Beides, würde ich sagen." Belass es einfach dabei, ich will doch nur diesen scheiß Wisch haben, dachte ich mir noch. "Was meinen Sie genau damit?" legte sie nach. Langsam kommt der Rubel ins Rollen, dachte ich mir noch, während ich groß ohne zu überlegen spontan antworte: "Naja, ich glaube ich empfinde Stress anders, als andere Menschen. Ich sitze trotz Abitur in diesem Sklavenjob fest, jemand anderes würde einen anderen Job finden, oder ein Studium anfangen und damit hat sich die Sache. Ich glaub ich empfinde Stress anders als andere Menschen." Was habe ich da gerade gesagt? Wieso kann ich nicht einfach mal die Klappe halten, dachte ich unmittelbar nach meinem kleinen belanglosen Statement. Sie zögerte, ein leichtes Fragezeichen überzog ihre Miene, und schon wieder öffnet sie ihren Mund: "Haben sie Freunde?"- "Ja, hab ich." -"Hängen die auch so ab?" Mit dieser Frage wollte sie vermutlich rausfinden, ob es der Lifestyle ist, die Drogen, das Umfeld, welches mich zurück hält. "Nicht wirklich, die machen alle ihre Ausbildungen, ich bin nur für nichts zu begeistern. Ich habe keine Interessen oder Leidenschaften." Die Drogen schien sie wieder verworfen zu haben, denn sie fragte mich dann noch nach meinen Eltern, ob ich Unterstützung habe, ob ich in einer Beziehung  bin, und ob ich Pläne für die Zukunft hätte. Ich antwortete wahrheitsgemäß wie deprimierend, und schilderte ihr grob die Lage. Aus meinem verhältnismäßig sicherem Auftreten zu Beginn des Gesprächs, als es nur um Magen / Darm ging, wurde immer mehr die Realität, ich wurde kleiner in meinem Stuhl, der Blickkontakt wurde weniger und die Kraft in meiner Stimme schwund.  Ich glaube Neugier war ihr Antrieb in diesem Gespräch, denn als sie mich dann fragte ob ich vielleicht Hilfe bräuchte, Tabletten als "Antrieb", wurde ihr glaube ich bewusst, dass sie mir vielleicht ein wenig nah getreten war. "Ich möchte keine Antidepressiva oder so etwas in der Art -" "Das dürfte ich Ihnen auch nicht verschreiben" - "Ich möchte auch nicht zu einem Psychologen überwiesen werden oder wie man das nennt, eigentlich wollte ich ja nur was gegen die Übelkeit." Ihre Reaktion innerhalb dieses Austausch ließ stark darauf schließen, dass sie sich ein bisschen schämte. "Ich finde das nur so traurig", sagte sie noch als sie sich ausschweifend entschuldigte, und mir mein gewünschten Zettel ausstellte. "Ich hoffe Sie kommen trotzdem nochmal in unsere Praxis, ich wollte Sie nicht verscheuchen!" legte sie schmunzelnd nach. Ich hatte ihr in dem Gespräch und unter nervösem Gelächter beider Seiten versichert, dass ich das nicht negativ aufgefasst hatte. "Ich kann verstehen, dass ich leicht und schnell einen gewissen Eindruck machen kann, ich nehme ihnen das nicht übel." sagte ich noch, bezugnehmend auf meine allgemeine depressive Art und Weltansicht. Als ich dann aufstand, um mich in Richtung des Ausgangs zu bewegen, legte sie noch nach: "Und vergessen Sie nicht was ich gesagt habe, mit 25 sind Sie noch lange nicht zu alt um zu studieren oder einen guten Beruf zu erlenen!" Ich lächelte kurz, verabschiedete mich und im Gedanken dachte ich nur wieso fühlt sich dann alles so sehr nach Ende an?

Auf dem Heimweg hatte mich dieses eigenartige Gespräch dann erst in seiner vollen Wirkung eingeholt, und mir wurde bewusst, wie unüblich, und auf merkwürdige weise bedeutungsschwanger dieses Gespräch auf mich wirkte, und ich empfand tiefe Scham. Scham für meine Wirkung auf Mitmenschen, für meine Art, für alles was ich da gerade von mir gegeben hatte.  Ich fühle mich oft wie ein Krebsgeschwürr im Leben anderer. Oft habe ich das Gefühl Ekel in anderen Menschen zu erwecken, mit der Art wie ich Dinge betrachte. Das Gespräch mit der Ärztin war nicht tiefsinnig oder weltbewegend, doch Wenn man binnen 5 Minuten von Magen / Darm auf Antidepressiva zu sprechen kommt, so gibt einem das schon zu denken. Aber auch nicht zuviel, sonst würd ich ja wissen wie falsch ich mit allem liege was ich mache und von mir gebe.  Nach diesem Gespräch, was ich hier nur grob wiedergegeben habe, wird sicher auch die Ärztin heut Abend im Bett liegen und noch einmal an mich denken, denn sie fand das ja "nur so traurig.".

20.6.16 13:53


You're now chatting with a random stranger. Say hi! (Teil 1)

Seit ich mich erinnern kann, war ich einer dieser Menschen die gerne alleine sind. Dennoch hatte ich immer den Drang mich zu sozialisieren, sei es nur über ein Chatfenster - Ein Gedanke den ältere Generationen oft nicht nachvollziehen konnten. Und auch im echten Leben, habe ich immer die Nähe zu Freunden gesucht, mich größtenteils aber nie geöffnet. Freunde wussten wie ich über gewisse Themen denke. Sie kennen meinen Hass und meine Fehler. Aber Sie wissen nicht was diese mit mir machen. Auch unter Freunden habe ich mich schnell alleine gefühlt. Merkwürdig der Gedanke, dass ich Geborgenheit empfinde, wenn ich einen Eintrag schreibe, mein Herz vor fremden Leuten ausschütte. Die Art von Geborgenheit die ich zuvor nirgendwo anders erfahren habe.

Es braucht keinen Psychologen um zu erkennen, dass alles was mich am Leben hindert, Angst ist. Mein Leben war mir immer so wertvoll, ich habe es nie aus der Glasvitrine genommen. Inzwischen weiss ich aber schon, dass ich mein Leben so nicht weiter führen kann. Ich war zwischenmenschlich nie besonders gut, immer eher der merkwürdige Typ. Um das irgendwie zu verbessern, habe ich angefangen eine Internetseite zu besuchen, auf der man (mit Webcam) einer fremden Person gegenüber steht. Ich habe größtenteils mit Männern geredet, meistens aber das Mikrofon aus gemacht und nur geschrieben. Langsam kam dann auch der Mut auf, mal mit Frauen zu schreiben. Ich war immer unzufrieden mit meiner Optik, insofern kostete es mich unglaubliche Überwindung mich auf dieses System einzulassen. Denn im Endeffekt kannst du mit einem klick zum nächsten Fremden, heißt natürlich, dass das ganze auch sehr oberflächlich sein kann. Oft habe ich mich dabei erwischt wie ich hübsche Frauen wegklickte, bevor sie es tun konnten. Ich hatte letztendlich dann auch 2,3 Gespräche, größtenteils aber eher langweilig. Frauen langweilen mich in der Regel leider sehr schnell. Mit Deutschen habe ich ich mich aber dort nie unterhalten, ich fand immer das würde den Zweck verfehlen, mein englisch etwas aufzubessern und Dinge über fremde Kulturen zu lernen.

Mein Leben hatte sich dann schnell einem Rythmus gefügt. Arbeiten gehen und auf Mindestlohnbasis seine Seele an der Maschine verlieren, nach Hause kommen, kiffen und chatten. Es hat mich zwischenmenschlich zwar nicht verändert, ich bin immer noch ein schlechter Gesprächspartner, vorallem wenn es um Smalltalk geht, aber es hat mir doch spaß gemacht. Hier und da hat man tatsächlich was gelernt. Oft war es aber auch Stundenlanges "skippen" von Gesprächspartnern. Ich selbst erwischte mich Teil dieser Oberflächlichkeit zu werden, die diese Seiten prägen.

An einem dieser Tage bin ich dann auf ein Mädchen gestoßen. Erster Eindruck "Wow!". Da starre ich diesen fremden Menschen  also eine Sekunde lang an, für mich hatte sich das natürlich viel länger angefühlt. Sie schaute zurück, ein Hauch von Verwirrung überzog ihre Miene. Mein Cursor bewegte sich zögernd, aber doch gewiß in Richtung des "Stop"-Buttons. Wieder das Gefühl, versagt zu haben, wieder das Gefühl, mit jedem Klick "Nein" zu Möglichkeiten, zu Begegnungen zu sagen. Wieder das Gefühl mein Leben auf höchstem Niveau zu verschwenden... Doch dann lächelte sie.

2.4.16 18:53


Schon seit etlichen Wochen habe ich den Drang zu schreiben; Frust abzulassen, etwas zu hassen, ein wenig Platz in meinem Kopf zu machen. Doch mir fehlen die Worte. Worte die beschreiben könnten was ich fühle. Und wieder wird mein blasses Gesicht vom Monitor in einem grellen Licht erleuchtet und ich starre stumm auf ein leeres Formular für einen Eintrag. Ich verbringe Nächte damit zu versuchen mich für andere verständig zu artikulieren, doch bleibt der Gedanke, dass es mir vielleicht in einer anderen Sprache leichter fallen würde, oder dass  ich ja überhaupt nur im falschen Land geboren wurde. Und schon wieder driftet mein Kopf ab von dem was wesentlich für mich sein sollte. Was wäre denn auch, wenn andere verstehen könnten wie ich fühle? Was würde das letztendlich ändern? Und überhaupt fehlt mir oft der richtige Inhalt den ich vermitteln will.

Letztendlich bleibt ein halbgarer Eintrag, der eigentlich der Sache gerecht wird. Ein halbgarer Eintrag für halbgare Gedanken, nicht zuende gedachten Konzepten und einem halbgaren Menschen.

25.8.15 01:10


Gegen das Vergessen

Und dann schreibe ich doch noch. Und Leute würden fragen, ob ich nicht was gutes schreiben könnte. Doch es ist in meinem Herzen. Niemand kann es mir nehmen. Ich brauche das Schreiben um nicht zu vergessen; nicht zu vergessen, dass es auch andere Dinge im Leben gibt, Dinge die man nicht mit Geld kaufen kann. Das in meinem Kopf etwas ist, dass nur mir allein gehört. Wenn ich Erwachsen werde und meine Werte wie Ballast abwerfe, möchte ich mich daran erinnern, dass die Gedanken frei sind. Und deswegen schreibe ich. Es gehört mir und das kann mir niemand nehmen.
6.3.15 17:34


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Wie soll man aufwachen wenn man nicht schläft?
23.12.14 19:00


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